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Kleinkunstabend im Juni 2015

2015 06 11 KleinkunstabendThumb Wenn der Kleinkunstverein Hagenbach zu einer Veranstaltung einlädt, dann strömen nicht nur Ortsansässige, sondern auch Kunstinteressierte aus den umliegenden Gemeinden. Es hat sich bereits herumgesprochen, dass dieser junge Verein einiges zu bieten hat und frischen Wind in das Kulturleben Hagenbachs bringt.

So wurde auch bei der Veranstaltung am vergangenen Donnerstag im Alten Rathaus Hagenbach ein abwechslungsreiches und langes Programm geboten, bei dem Elemente aus Tanz, Lesung und Musik zur Unterhaltung beitrugen. In seiner humorigen Conférence machte Klaus Prinz, der Vorsitzende des Vereins, darauf aufmerksam, dass das Gebotene einzig und allein der Unterhaltung der Gäste dient und auch kein Spendenkörbchen auf den Besucher wartet, gleichwohl Unkosten für Saal und Gema „ertrunken“ werden müssen. Hierfür gab es in den insgesamt drei Pausen genügend Gelegenheit.

Den Abend eröffnete eine orientalische Tanzgruppe (Leitung: Sabine Zimmermann) mit zwei ausdrucksstarken und effektvollen Tänzen. Als kongeniale Duettpartner präsentierten sich Edith Prinz und Bernd Zaucker mit Rossinis „Katzenduett“ sowie „Schau, was Liebe ändern kann“ von Andrew Lloyd Webber. Mit dem Hildegard-Knef-Titel „Für mich soll's rote Rosen regnen“ gab Charlotte Lange ihr Solo-Debut und meisterte ihren Auftritt ebenso souverän wie Christine Schaaf, die auch erstmals als Solistin zu hören war mit „The Last Resort“. Klaus Prinz fungierte jeweils als sicherer Begleiter am Piano.

Ebenfalls neu auf der Hagenbacher Kleinkunstbühne waren Klaus Bayer sowie Catherine Bayer-Klier. Während Klaus, ein waschechter Hagenbacher, mit seinem Mundartgedicht vom begabten Papagei, der letztlich als Braten endet, sowie der spannenden Geschichte über einen Fallensteller, der sich selbst eine Falle stellt, sein Publikum temperamentvoll und gestenreich in den Bann zog, begeisterte Catharine, begleitet von Gunther Grasemann an der Gitarre, mit zwei Songs von Tori Amos („Northern Lad“) sowie Kate Bushs („The Man with the Child in his eyes“) mit ihrer tollen Stimme und einem lebhaften Vortrag.

Da der Klassikteil krankheitsbedingt auszufallen drohte, sprangen kurzerhand Edith Prinz, gekonnt begleitet von Klaus Prinz am Klavier, mit dem hingebungsvoll vorgetragenen Schubertlied „Leise flehen meine Lieder“ sowie Dimitra Malamata mit der Arie „Ein Mädchen oder Weibchen“ aus der Zauberflöte von Mozart ein, wobei sie aus verständlichen Gründen den modifizierten Text aus dem Singspiel „Der verliebte Trommler“ sang. Die erst 17-jährige Dimitra, obgleich jüngste Künstlerin des Abends, bringt etliche Bühnenerfahrung mit, war sie doch schon bei den Hagenbacher Singspielen in großen und markanten Rollen zu erleben. Mit zwei Titeln aus dem Genre Musical „Saving all my love for you“ und „Dont cry out loud“, hier ebenfalls souverän am Klavier begleitet von Heidrun Paulus, brillierte die Gewinnerin des diesjährigen Regional-Wettbewerbs „Jugend musiziert“ mit ihrer grandiosen Stimme und wurde begeistert gefeiert.

Nicht nur als Begleiter an der Gitarre, sondern auch solistisch, trat noch einmal Gunter Grasemann mit den Rockklassikern „Streets of London“ und „Summer, Highland falls“ auf (am Klavier: Klaus Prinz) sowie bei dem Schluss-Medley, zu dem sich alle Künstler nochmals präsentierten und das Publikum zum Mitsingen animierten.

Ein schöner und langer Abend ging unter dem Beifall des begeisterten Publikums zu Ende, und dem zweiten Kleinkunstabend werden sicher auch noch weitere folgen.

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